Bernhard Thalheim über konzeptuelle Modellierung und den Kieler Modellbegriff

In dieser Folge spreche ich mit Bernhard Thalheim über das Wissensgebiet und Forschungsfeld „Konzeptuelle Modellierung“. Bernhard Thalheim beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit konzeptuellen Modellen und Datenbanktechnologien, und ist Autor einer Vielzahl von Beiträgen zur konzeptuellen Modellierung in Wissenschaft und praktischen Anwendungen. Gemeinsam mit Koautoren hat er über mehrere Jahren an einem umfassenden Werk zur Modellbildung in verschiedenen Wissenschaften gearbeitet, das unter dem Titel „Wissenschaft und Kunst der Modellierung“ erschienen ist. Wir sprechen über den Modellbegriff und Herausforderungen, ihn zu konturieren, über die Frage, was ein konzeptuelles Modell ausmacht und über konzeptuelle Modelle als Grundlage der Software-Entwicklung. Bernhard Thalheim gibt Einblick in seine Erfahrungen mit praktischen Anwendungen der konzeptuellen Modellierung und berichtet einige Anekdoten aus der Geschichte der konzeptuellen Modellierung.

 

 

Erwähntes

  • Zum Kieler Modellbegriff: Thalheim, B. & Nissen, I. (2015), Ein neuer Modellbegriff, in: Bernhard Thalheim & Ivor Nissen (Hrsg.): Wissenschaft und Kunst der Modellierung, Bd. 64 Philosophical Analysis, De Gruyter, S. 490–548.
  • Donald E. Knuth: The Art of Programming

Ergänzendes


Zitieren z.B. als: Strecker, S.: “Bernhard Thalheim über konzeptuelle Modellierung und den Kieler Modellbegriff”, in: Perspektiven | Wirtschaftsinformatik-Podcast, Folge 9 vom 10.01.2018. http://perspektivenpodcast.net/p9/ (CC-BY-SA 4.0).

Steven Alter on work systems and the work systems approach

Over the past 25 years, Steven Alter has developed and refined his ‘work systems approach‘ building on an elaborate and finely nuanced concept of a ‘work system’. His approach assists with describing, analyzing and discussing complex organizational situations often but not necessarily involving information technology. Starting from an identified opportunity or problem situation, the approach provides guidance for describing and analyzing the situation through the lens of a work systems.

Steven Alter

Steve’s research on work systems is documented in numerous publications and his book ‘The Work System Method: Connecting People, Processes, and IT for Business Results’. Last year, he retired as Professor of Information Systems at the University of San Francisco
In November 2017, Steve visited the University of Duisburg-Essen where we met for our conversation. In this episode, we talk about the notion of a work system, the different aspects of a work system (summarized in his work systems framework) and other key components of the work systems approach. Steve tells us about his motives and intentions when developing this approach and about its historical development. Along the way, he provides many illustrative examples. Steve concludes with a comment on the importance and limitations of analytical methods.

Recording conversation with Steven Alter.

 

 

Erwähntes / Links to things mentioned

Ergänzendes / Interesting additional material


Zitieren z.B. als: Strecker, S.: “Steven Alter on on work systems and the work systems approach”, in: Perspektiven | Wirtschaftsinformatik-Podcast, Folge 8 vom 12.12.2017. http://perspektivenpodcast.net/p8/ (CC-BY-SA 4.0).

Peter Chen on the Genesis of the Entity-Relationship Model

The Entity-Relationship Model is the most widely used and taught modeling language for data modeling. Peter Chen introduced the ER model in a 1976 paper titled “The Entity-Relationship Model—Toward a Unified View of Data”. His seminal work on the ER model is widely recognized as one of the foundational contributions to the field of Conceptual Modeling. In this episode, I talk with Peter Chen  about the genesis of the ER model in the 1970s. He provides insights into the historical background of the language development and about his intentions and expectations regarding the ER model. Moreover, we talk about parallels of ER language concepts with concepts discussed in the field of Ontology (a subfield of Philosophy), and about linkages of structures of the ER model to grammatical structures of natural languages. Our conversation ends with a brief retrospective view and encouraging advice by Peter Chen.

From https://www.computerhope.com/people/peter_chen.htm
Peter Chen

In dieser Folge spreche ich mit Peter Chen, der in den 1970er Jahren das “Entity-Relationship Model” entwickelt hat (ER-Modell, auch ERM, engl. “ER model”). Das ERM spezifiziert eine Modellierungssprache zur Datenmodellierung, die in vielen Anwendungen bis heute eingesetzt wird, eine weltweite Verbreitung gefunden hat, und in einführenden Lehrveranstaltungen der Wirtschaftsinformatik und der angewandten Informatik nach wie vor thematisiert wird. Das ERM gilt als der Standard für die Datenmodellierung und Peter Chens Beitrag aus dem Jahr 1976, in dem er das ERM einführt, wird weithin als einer derjenigen Beiträge gesehen, die das Forschungsfeld und Wissensgebiet der konzeptuellen Modellierung (“conceptual modeling”) begründen. In unserem Gespräch sprechen wir über die Entstehungshintergründe und seine Intentionen bei der Entwicklung des ERM. Wir thematisieren Bezüge des ERM zu Konzepten aus der Ontologie als Teilgebiet der Philosophie und zur Grammatik natürlicher Sprachen. Peter Chen gibt Einblicke in die Bedeutung der Gestaltung einer grafischen Notation und verweist auf die Bedeutung seiner Wurzeln für diese Gestaltungsaufgabe. Abschließend blickt er zurück und fasst seine Erfahrungen in einer sehr eindrücklichen Empfehlung für alle an Forschung und Wissenschaft Interessierten zusammen. Unser Gespräch fand anlässlich der 36th International Conference on Conceptual Modeling (ER 2017) in Valencia in einem kleinen Café an der Universitat Politecnica des Valencia (UPV) statt.

 

 

Erwähntes / Links to things mentioned

Ergänzendes / Interesting additional material

  • Interview with Peter Chen on Video
  • Chen, P. P.-S. (2002). Entity-Relationship Modeling: Historical Events, Future Trends, and Lessons Learned. In M. Broy & E. Denert (eds.), Software Pioneers Contributions to Software Engineering (pp. 296–310), Berlin: Springer. Online version available.

Zitieren z.B. als: Strecker, S.: “The Genesis of the Entity-Relationship Model – A conversation with Peter Chen”, in: Perspektiven | Wirtschaftsinformatik-Podcast, Folge 7 vom 16.11.2017. http://perspektivenpodcast.net/p7/ (CC-BY-SA 4.0).

P6 Elektronische Rechenautomaten und ihre Programmierung – Ein historisches Tondokument

Elektronische Rechenautomaten sind auch Anfang der 1960er Jahre noch eine technische Sensation. Mitte der 1940er Jahre beginnt mit ihnen das Computerzeitalter. In einem Radiobeitrag in der Sendereihe “Die Vorlesung” des Hessischen Rundfunks erläutert Prof. Dr. Alwin Walther (TH Darmstadt) der interessierten Öffentlichkeit 1961 die Vorzüge dieser Rechenapparate. In seinem Vortrag geht er auf den Aufbau damaliger Elektronischer Rechenautomaten, ihre Komponenten, ihre Programmierung und auf viele Anwendungen ein.

Hans-Jürgen Knobloch hat die Ausstrahlung der Sendung 1961 als Student von Prof. Walther auf Tonband aufgenommen und für unser Gespräch zur Verfügung gestellt. Mit ihm spreche ich zu Beginn dieser Folge über seine Studienzeit an der TH Darmstadt Anfang der 1960er Jahre.

Anmerkung: Die Veröffentlichung des 1961 ausgestrahlten Radiobeitrags erfolgt nach Rücksprache mit dem Archiv des Hessischen Rundfunks und nach Freigabe durch die Familie von Herrn Prof. Dr. Alwin Walther.

 

 

Erwähntes

Errata zum Gespräch mit Dr.-Ing. Hans-Jürgen Knobloch

  • DERA (“Darmstädter elektronischer RechenAutomat”) und nicht, wie im Gespräch fälschlicherweise bezeichnet, “DARA” war der Eigenbau eines Rechenautomaten an der TH Darmstadt.
  • Das Vorexamen von Hr. Knobloch war im Jahr 1963 und selbstredend nicht im Jahr 1993.

Zitieren z.B. als: Strecker, S.: “Elektronische Rechenautomaten und ihre Programmierung – Ein historisches Tondokument”, in: Perspektiven | Wirtschaftsinformatik-Podcast, Folge 6 vom 03.05.2016. http://perspektivenpodcast.net/p6/ (CC-BY-SA 4.0).